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Was die Popularität betrifft, steht eine weitere Basisübung für die Beine abgeschlagen im Schatten der Kniebeuge. Doch die Beinpresse ist zu Unrecht unterbewertet.

Beinpresse als Standard im Fitness- und Gesundheitssport

Die meisten Spitzensportler bauen die Kraft und die Masse ihrer Beinmuskulatur mit schweren Kniebeugen auf. Die Beinpresse steht bei ihnen größtenteils nur als ergänzende Übung auf dem Plan. Doch die erste Wahl im Fitness- und Gesundheitssport ist das Beinpressen. Dafür gibt es eine ganze Reihe guter Gründe. Ganz vorne steht die leichte Erlernbarkeit der Übung. Einfach aufs Gerät setzen, die optimale Position finden, um dann die Druckplatte vom Körper wegzustoßen und kontrolliert wieder in die Ausgangsposition zurückzulassen. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt kann man Gewichte einsetzen, die die Schenkelmuskulatur fordern. Daher kann man sich vergleichsweise schnell über die ersten Erfolge freuen. Das motiviert und spornt für die Zukunft an. Zudem kann man es auch mit der Beinpresse ganz schön weit bringen.

Ein gutes Beispiel dafür ist ein ehemaliger Athlet, den wir bereits in unserem Artikel „Ron Matz, der schwere, kräftige Mann aus der Kultwerbung“ vorgestellt haben. Der hat es vor seiner Karriere als Künstler in jungen Jahren immerhin bis zum Mr. Universum gebracht. Ohne Kniebeugen, dafür mit schwerem Beinpressen. Zwei Faktoren sprechen allerdings dafür, ab einem entsprechenden Leistungsniveau Kniebeugen auch als Fitness- und Gesundheitssportler zumindest begleitend auszuführen. Die höheren Anforderungen an die Koordinationsfähigkeit und der höhere Energieverbrauch. Bei Kniebeugen sind mehr Muskeln im Einsatz und das komplette Körpergewicht muss neben der Hantel natürlich auch noch bewegt werden. Das macht Kniebeugen auch zu einem Fatburner erster Klasse, wenn die Trainer ihr Go geben. Allerdings sollten die verwendeten Gewichte im Fitnesssport nie auf Kosten der Bewegungsqualität gesteigert werden.

Öfter mal wechseln

In vielen Studios gibt es unterschiedliche Beinpressen. Von horizontal bis vertikal ist alles dabei. Bei einigen Geräten bewegt sich der Körper während der Ausführung von der Druckplatte weg, bei anderen die Druckplatte vom Körper. Das scheint auf den ersten Blick relativ unerheblich zu sein. Doch die leicht veränderte Übungswirkung kann als zusätzliches Stimulanz für den Aufbau genutzt werden. Kaum etwas ist für die Trainingsfortschritte so kontraproduktiv, wie die Gewöhnung an eine Übung. Das gilt für die Beine ebenso, wie für die Brust- oder Rückenmuskulatur. Der Körper versucht, es sich so einfach wie möglich zu machen. Er reagiert mit Anpassung auf ein hartes Workout, um auf die nächste Trainingseinheit besser vorbereitet zu sein. Wenn man immer die gleichen Übungen ausführt, sind die Möglichkeiten zwangsläufig irgendwann ausgereizt. Zumindest diesen Grund für ein Leistungsplateau kann man ausschalten, indem man regelmäßig etwas Abwechslung ins Training bringt.

Ohnehin liegt es nur in den seltensten Fällen an der Wahl der Übung, wenn sich beim Beintraining die angestrebten Erfolge einfach nicht einstellen wollen. Der wesentliche Grund ist viel häufiger, der Aufwand, den man in eine Muskelgruppe investiert. Das Beintraining genießt selten den Status, den Bizeps, Brust, Glutes oder das Sixpack haben. Das führt dann gerne mal dazu, dass der kleine Bizeps mit mehr Übungen, Sätzen und Hingabe trainiert wird als Vorder- und Rückseite der Oberschenkel zusammen. Kein Wunder, wenn dann die Leistung stagniert. Ob es vielleicht daran liegen könnte, sollte man auf jeden Fall überprüfen, bevor man einer Übung die Schuld gibt, wenn es mit den Fortschritten nicht so richtig funktionieren will.

Bild: shutterstock_288277157

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