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Das folgende Zitat, hat in jedem Bereich Gültigkeit, in dem es darauf ankommt, ein definiertes Ziel zu erreichen. Und der erste Schritt besteht darin, sich zunächst einmal Klarheit darüber zu verschaffen, wo man aktuell steht. In Bezug aufs Training kann die Messung der Körperzusammensetzung dazu einen großen Beitrag leisten.

„Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt“

Laozi, Philosoph & Begründer des Taoismus

Regelmäßige Abstände bei Messung der Körperzusammensetzung

Erst, wenn man das geklärt hat, kann man die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Im Studioalltag ist es dabei unerheblich, ob es um Muskel- oder Kraftaufbau geht, ums Abnehmen oder einfach um eine Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit und damit einhergehend um ein besseres Wohlgefühl. Der gute Wille und die entsprechende Motivation sind eine gute Basis, auf der man aufbauen kann. Aber um den Erfolg tatsächlich planbar zu machen, benötigt man noch etwas mehr. Darum sind die Eingangstests in den Qualitätsstudios mehr als ein einfaches Prozedere, auch wenn es gerade von einigen Menschen, die schon einmal trainiert haben, als lästig empfunden wird. Tatsächlich ist es sogar sinnvoll, entsprechende Messungen der Körperzusammensetzung in regelmäßigen Abständen durchzuführen, um Fortschritte kontrollieren, aber auch immer einmal möglichen Rückschlägen frühzeitig begegnen zu können.  

Rückschlüsse auf den Gesamtkörperfettgehalt

Neben den Standardverfahren, bei denen u.a. das aktuelle Kraftniveau und die Belastbarkeit des Herzkreislaufsystems analysiert werden, bieten diagnostische Instrumente, die auf Basis der sogenannten Bioelektrischen Impedanz-Analyse (BIA) arbeiten, gute Möglichkeiten einen tiefen Einblick in die Körperzusammensetzung zu erhalten. Noch vor wenigen Jahrzehnten war das Verfahren extrem aufwendig. Der Einfachheit halber und aus Kostengründen setzte man damals daher vor allem auf die Bestimmung des prozentualen Körperfettanteils mit Hilfe von Hautfaltendickemessern (Skin Caliper). Dabei wird an definierten Körperstellen die Dicke des subkutanen Fetts gemessen. Anhand der erhaltenen Messwerte lassen sich Rückschlüsse auf den Gesamtkörperfettgehalt schließen.

Das Verfahren hat vor allem zwei Nachteile. Erstens ist es im Vergleich zur Bioelektrischen Impedanzanalyse recht ungenau. Zweitens braucht man ein gewisses Maß an Routine im Umgang mit einem Skin Caliper. Sonst wird das Ergebnis noch ungenauer. Vor allem kann man nicht sicher sein, dass sich nicht bei jeder Folgemessung weitere Ungenauigkeiten einschleichen, weil man die Messpunkte nicht exakt trifft. Dadurch wird das Verfahren letztendlich für praktische Schlussfolgerungen wertlos.

Regelmäßige Kontrolle

Eine weitere bewährte, aber nur unter professionellen Bedingungen zum Einsatz kommende Methode, ist das hydrostatische Wiegen. Hierbei liegen mögliche Abweichungen bei etwa einem Prozent oder etwas darüber. Mit den Ergebnissen lässt es sich also ziemlich gut arbeiten. Der große Nachteil sind die Kosten, die im dreistelligen Bereich pro Messung liegen. Außerdem ist der Zeitaufwand deutlich höher als bei den anderen Methoden. Nur am Rande erwähnt sei an dieser Stelle die Dual-Röntgen-Absorptiometrie, das High-End-Angebot in diesem Segment. Allerdings wird das Verfahren vornehmlich im medizinischen Bereich und im Hochleistungssport eingesetzt.

Das bringt uns zurück zur Bioelektrischen Impedanzanalyse, die hat nämlich mittlerweile auch in Gestalt von Hightech-Waagen, zum Beispiel InBody, Seca oder Tanita, Einzug in immer mehr hochwertige Studios gehalten. Das Verfahren zur Messung der Körperzusammensetzung ist nicht besonders aufwendig, vergleichsweise kostengünstig und trotzdem ziemlich genau. Man stellt sich einfach auf die Waage, die einen Stromimpuls durch den Körper schickt. Die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, erlaubt Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Gewebes, das der Strom auf seinem Weg durch den Körper passieren muss. Den Zielen entsprechend können die Ergebnisse gezielt für den Trainingsaufbau und die Zusammensetzung der Nährstoffzufuhr genutzt werden. Und, wie bereits erwähnt, es macht Sinn, die Messung zur Kontrolle in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

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Bild: shutterstock

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