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Arthrose vorbeugen ist eines der großen Themen unserer Zeit. Dafür ist die zunehmend älter werdende Gesellschaft nur zu einem Teil verantwortlich. Natürlich werden Gelenke im Laufe der Jahrzehnte nicht besser. Irgendwann zeigen sie auch bei bester Pflege und optimalen Voraussetzungen Abnutzungserscheinungen. Dass arthrotische Veränderungen aber schon in mittleren Jahren heute zu einer regelrechten Volkskrankheit geworden sind, ist zu einem großen Teil nicht das Ergebnis normaler Alterserscheinungen, die man einfach hinnehmen muss.

Einsatz eines künstlichen Gelenks

Arthrose bedeutet nichts anderes als Gelenkverschleiß. Dabei ist der Knorpel des betroffenen Gelenks irreparable geschädigt. Bei fortgeschrittener Erkrankung können starke Schmerzen und Entzündungen auftreten, die die Lebensqualität deutlich einschränken. Treffen kann es jedes Gelenk. Allerdings stehen Hüfte, Knie und Schultergelenke ganz weit vorn. Auch die Gelenke der Wirbelsäule oder der Finger können schmerzhaften degenerativen Prozessen unterliegen.
Bei der Behandlung stehen zwei Ziele im Mittelpunkt. Zunächst wird natürlich versucht, die Schmerzen zu reduzieren oder nach Möglichkeit ganz zu beseitigen. Außerdem muss die vollständige Versteifung des Gelenks verhindert werden. Verständlicherweise vermeiden die meisten Menschen automatisch Bewegungen, die ihnen weh tun. Doch Ruhe ist das Letzte, was ein betroffenes Gelenk braucht.
Da die Schmerzen u.a. durch Reibung im schmaler werdenden Gelenkspalt, aber auch durch zusätzlich auftretende Entzündungsprozesse ausgelöst werden, wird der Arzt zunächst versuchen, diese in den Griff zu bekommen, z. B. durch eine Kortisoninjektion ins Gelenk. Dazu wird er nicht steroidale Antirheumatika, sogenannte NSAR, verschreiben. Entweder in Form von Salben oder in Tablettenform. Ist eine längere Einnahme erforderlich, gibt es meist noch ein Mittel für die Magenschleimhaut dazu. Eventuell kommen auch Chondroitinsulfat und Glucosamin zum Einsatz. Substanzen, die natürlicherweise im Gelenkknorpel enthalten sind. Danach geht es so schnell wie möglich zur Krankengymnastik und zur physikalischen Therapie, um die betroffenen Strukturen wieder in Bewegung zu bringen. Hilft das alles nichts, wird der behandelnde Arzt eine Operation in Erwägung ziehen. Immer häufiger steht am Ende des Verschleißprozesses auch der Einsatz eines künstlichen Gelenks, einer Endoprothese.

Möglichst schmerzfrei und beweglich

Arthrotische Veränderungen treten nicht über Nacht auf.1 Es gibt zwar Voraussetzungen, die die spätere Entwicklung einer Arthrose wahrscheinlich machen, z. B. Unfälle oder Fehlstellungen wie X- oder O-Beinen, aber im Normalfall handelt es sich um eine Entwicklung, die sich über viele Jahre und Jahrzehnte erstreckt.
Um die Gelenke bis ins hohe Alter möglichst schmerzfrei und beweglich zu halten, sollte man daher nicht warten, bis die Schmerzen einen zum Handeln zwingen. Je früher man sich um seine Gelenke kümmert, umso besser. Denn einmal abgebauter Knorpel ist dauerhaft weg. Er kann sich nicht neu bilden. Sobald sich eine Arthrose entwickelt hat, geht es nur noch um Schadensbegrenzung und das Fortschreiten zu verlangsamen. Umkehren lässt sich der Prozess nicht.

Vorbeugen ist daher der bessere Weg. Dabei sollte ein gezieltes Widerstandstraining einen besonderen Platz einnehmen. Denn gesunde Gelenke lieben kräftige Muskeln. Vor allem, wenn die sie umgebenden Muskeln beim Training gleichmäßig und kontrolliert arbeiten. Abrupte Bewegungen wie bei Schlag- oder Wurfdisziplinen bekommen ihnen dagegen nicht besonders gut. Wer keine Beschwerden hat, sollte nach Möglichkeit alle Bewegungen über den vollständigen Bewegungsradius ausführen. Bestehen bereits Gelenkprobleme, sollte der Bewegungsradius nach Absprache mit dem behandelnden Arzt und den Trainern festgelegt werden. An Geräten mit einem Range-Limiter lassen sich eventuelle Einschränkungen voreinstellen. Zum Ausgleich empfiehlt sich ein regelmäßiges Dehnprogramm.


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Bild: FNG, Fitness News Germany