Ran an den Backofen

Gerade unter Fitnesssportlern hat das Image von Brot in den letzten Jahren gelitten. So ganz darauf verzichten möchten allerdings auch nur welche. Daher greifen immer mehr Menschen selbst zum Rührbesen. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich dabei die Herstellung von Brot ohne Weißmehl, da viele nach gesünderen Alternativen suchen. Weißmehl wird stark verarbeitet, was bedeutet, dass viele seiner Nährstoffe verloren gehen. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Alternativen, die nicht nur nahrhaft, sondern auch lecker sind.


Vollkornmehl ist reich an Ballaststoffen

Ein hervorragendes Getreide für die Brotherstellung ist Vollkornmehl. Es enthält alle Bestandteile des Korns, einschließlich des Keims und der Kleie, die beim Vermahlen von Weißmehl entfernt werden. Dies bedeutet, dass Vollkornmehl reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Zink ist. Ballaststoffe sind besonders wichtig für eine gesunde Verdauung und können helfen, das Risiko von Herzerkrankungen zu senken.
Eine weitere wertvolle Getreidesorte ist Roggen. Roggenmehl hat einen hohen Anteil an Ballaststoffen und kann dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, was besonders für Menschen mit Diabetes von Vorteil ist. Roggenbrot ist bekannt für seine dichte Textur und seinen herzhaften Geschmack, der durch natürliche Fermentation noch intensiviert werden kann.
Dinkel ist eine alte Getreidesorte, die in den letzten Jahren wieder an Popularität gewonnen hat. Dinkelmehl enthält mehr Proteine als Weizen und ist leichter verdaulich. Es hat auch einen höheren Gehalt an essenziellen Aminosäuren, die für die Zellreparatur und das Wachstum wichtig sind. Zudem ist Dinkelmehl reich an Vitaminen der B-Gruppe und Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium.


Buchweizenmehl ist sogar glutenfrei

Hafer ist ebenfalls eine hervorragende Wahl für gesundes Brot. Haferflocken oder Hafermehl können dem Teig hinzugefügt werden, um den Nährwert zu erhöhen. Hafer ist bekannt für seine cholesterinsenkenden Eigenschaften und enthält Beta-Glucan, eine Art löslicher Ballaststoff, der nachweislich die Herzgesundheit unterstützt. Haferbrot hat eine weiche Textur und einen leicht süßlichen Geschmack.
Auch Buchweizen, obwohl technisch kein Getreide, sondern ein sogenanntes Pseudogetreide, bietet viele gesundheitliche Vorteile. Buchweizenmehl ist glutenfrei und daher eine ausgezeichnete Wahl für Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie. Es ist reich an Antioxidantien und enthält alle neun essentiellen Aminosäuren, was es zu einer vollständigen Proteinquelle macht.

Ein weiterer Kandidat für gesundes Brot ist Quinoa. Quinoamehl ist ebenfalls glutenfrei und bietet eine gute Quelle für Proteine, Ballaststoffe und verschiedene Vitamine und Mineralien. Quinoa enthält besonders viel Magnesium, das wichtig für die Muskel- und Nervenfunktion ist, sowie Eisen und Zink.

Die Verwendung dieser Getreidesorten und Pseudogetreide in der Brotherstellung kann nicht nur den Nährwert Ihres Brotes erheblich steigern, sondern auch eine Vielzahl von Geschmacks- und Texturvariationen bieten. Es lohnt sich, mit verschiedenen Mehlen zu experimentieren und eigene Mischungen zu kreieren, um das perfekte gesunde Brot zu backen. Ob Roggen, Dinkel, Hafer oder Buchweizen – die Vielfalt der Getreidesorten ermöglicht es, Brot zu backen, das sowohl nährstoffreich als auch köstlich ist.

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