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Gezielter Fettabbau, kann das wirklich funktionieren oder ist das vielleicht nur ein Mythos? Es wäre ja auch zu schön, um wahr zu sein. Einfach ein paar Wiederholungen mehr für die Bauchmuskeln und schon bald zeigt sich das Sixpack in seiner ganzen Pracht. Leider sprechen sowohl die praktische
Erfahrung als auch die meisten Studien zu diesem Thema gegen diese Wunschvorstellung. Im Gegensatz zum Kohlenhydratstoffwechsel, bei dem es direkt an die Glykogenspeicher in der gerade trainierten Muskulatur geht, erfolgt der Fettabbau systemisch.

Sit-ups und Beinhebeübungen in allen Variationen

Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich diese Erkenntnis durchgesetzt hat. Noch in den 70er Jahren war es üblich, endlose Sessions für die Bauchmuskeln auszuführen. Am Roman Chair, dem Schrägbrett und an der Sprossenwand wurde verbissen Satz um Satz ausgeführt. Den Bauchmuskeln hat das nicht geschadet. Doch wenn sie schließlich deutlich zutage traten, lag das einfach daran, dass der Körperfettanteil insgesamt gesunken war.
Zumindest indirekt hatten so auch die zahllosen Sit-ups und Beinhebeübungen in allen Variationen ihren Anteil daran. Natürlich verbrauchen auch sie Energie und damit auch einen gewissen Anteil an Fettsäuren. Nur leider nicht gezielt aus der Bauchregion. Der Körper bedient sich, wo es ihm beliebt. Das ist aus nur ihm bekannten Gründen oft erst einmal da, wo das gespeicherte Fett einen gar nicht stört. Ausgerechnet an den sogenannten Problemzonen hält es sich dagegen hartnäckig. Es kommt einem zumindest so vor. Natürlich bedient sich der Organismus auch an den Stellen. Da sich dort allerdings meist besonders viel Fett befindet, fällt das zunächst nicht so auf.

Rest macht die Ernährung

Eine gezielte Fettverbrennung ist also tatsächlich ein Mythos. Die Studienlage zu diesem Thema ist zwar nicht ganz einheitlich, allerdings sind die wenigen Untersuchungen, die auch eine andere Betrachtung zulassen, deutlich in der Minderheit und auch nicht besonders aussagekräftig. Seine Motivation zum Training sollte man sich davon natürlich nicht nehmen lassen, denn Muskulatur ist der beste Energieverbrenner. Und jedes zusätzliche Kilogramm trägt dazu bei, die Fettpolster wie Schnee in der Sonne schmelzen zu lassen. Den Rest macht die Ernährung. Nicht umsonst sagt man, dass ein Sixpack in der Küche gemacht wird. Das ist zwar nicht die ganze Wahrheit, aber ein wichtiger Teil davon. Als Faustregel kann gelten, dass der Körperfettanteil im Bereich von 10% liegen sollte. Andernfalls ist oberhalb der Hüfte nicht viel zu sehen, das einem Sixpack ähnelt.


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