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Luftreiniger im Fitnessstudio sind erst durch die Corona-Pandemie zu einem Thema geworden. Tatsächlich beschäftigten sich vorher wohl eher Allergiker mit der Frage, wie man die Raumluft von Mikropartikeln reinigen könnte. Das hat sich durch Corona auf dramatische Art und Weise geändert. Denn das Virus brachte neben den Luftreinigern einen weiteren Begriff auf die Tagesordnung, den kaum jemand vorher kannte: Aerosole.

Verbreitung des Virus

Aerosole sind winzige luftgetragene Mischungen aus festen und flüssigen Partikeln, die u.a. Bakterien oder Viren wie das Corona-Virus transportieren können. Problematisch werden sie dadurch, dass sie sich in einem Schwebezustand lange Zeit in der Luft halten können. Daher bezeichnet man sie auch als Schwebeteilchen. Je leichter diese Partikel sind, umso länger können sie ihre Umgebung unsicher machen. Schwerere Partikel folgen der Schwerkraft deutlich schneller. Gerade in geschlossenen Räumen mit einer unzureichenden Luftzirkulation können diese Schwebeteilchen zu einer Herausforderung werden.

Am Beginn der Corona-Pandemie zeichnete sich schon nach wenigen Wochen ab, dass infektiöse Aerosole eine wichtige Rolle für die Verbreitung des Virus spielen könnten. Im Grund funktioniert die Art der Übertragung ähnlich wie bei der bekannteren Tröpfcheninfektion. Auch Tröpfchen sind Aerosole. Sie sind nur so groß, dass sie relativ schnell zu Boden sinken und sich damit die Gefahr einer Ansteckung reduziert. Die direkte Übertragung durch Husten oder Niesen sind Beispiele für Tröpfcheninfektionen.

Einsatz von Luftreinigungsanlagen

Die Tücke der Übertragung durch leichtere Aerosole besteht darin, dass man sich selbst dann anstecken kann, wenn man allein in einem Raum ist. Ideale Bedingungen dafür können z. B. in Fahrstühlen herrschen. Hier können sich Aerosole bis zu 20 Minuten in der Luft halten.
Die Erkenntnis, dass Aerosole eine wichtige Rolle bei der Übertragung des Corona-Virus spielen können, hatte auch Auswirkungen auf die Studiobranche. Im Rahmen der einzuhaltenden Hygienekonzepte wurden die Studiobetreiber verpflichtet, auch Maßnahmen zu ergreifen, um die Belastung von Räumen mit Aerosolen zu minimieren. Zum einen durch eine ausreichende Belüftung, zum anderen setzten viele Studios auf den Einsatz sogenannter Luftreinigungssysteme.

Was die ganzen Hygienekonzepte letztendlich gebracht haben, hat sich in den darauffolgenden Monaten gezeigt. Ungeachtet aller Bemühungen folgten lange Lockdowns, die die gesamte Branche hart getroffen haben.
Den Siegeszug von Luftreinigungsanlagen hat das jedoch nicht stoppen können. Die High-Tech-Filtersysteme haben nicht nur in Fitnessstudios, sondern auch in Schulen, Büros, Arztpraxen und anderen Einrichtungen den Stresstest bestanden. Untersuchungen haben gezeigt, dass vor allem Geräte mit großem Volumenstrom und hochwertigen Filtern durchaus geeignet sind, das Ansteckungsrisiko durch Aerosole zu reduzieren.


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Bilder: FNG

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