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Seit heute (21.2.22) ist der neue Impfstoff Nuvaxovid des US-amerikanischen Herstellers Novavax in Deutschland auf dem Markt. Anders als die modernen mRNA-Impfstoffe setzt Novavax bei der Produktion auf eine jahrzehntealte Technologie. Virusähnliche Partikel enthalten das Spike-Protein des Coronavirus. Außerdem kommt ein Wirkverstärker zum Einsatz.

Abstand von mindestens drei Wochen

Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) zwei Dosen, die ab 18. Jahren in einem Abstand von mindestens drei Wochen verabreicht werden sollen. Zunächst vor allem bei Beschäftigten in der Pflege und in Kliniken, die bislang noch nicht geimpft sind. Da für die Berufsgruppen im Gesundheitswesen ab dem 15. März die Impfpflicht gilt. Für die Impfung muss eine vom Arbeitgeber ausgefüllte Bestätigung vorliegen.
Darüber hinaus stehen z. B. in Nordrhein-Westfalen rund 20% der Dosen für Menschen zur Verfügung, denen eine Unverträglichkeit auf mRNA-Impfstoffe attestiert worden ist. Ein kleiner Rest von 5% steht für andere Interessenten bereit. Noch in diesem Quartal sollen die ersten vier Millionen Dosen nach Deutschland geliefert werden. Im Laufe des Jahres sollen weitere 30 Millionen dazu kommen.
Bis die praktische Umsetzung der Impfungen mit Nuvaxovid anläuft, kann es allerdings noch ein paar Tage dauern. Terminvereinbarungen sind aber mancherorts schon möglich.

Mit dem neuen Impfstoff verbundene Hoffnung

Ob sich die mit dem neuen Impfstoff verbundene Hoffnung erfüllt, dass die Impfkampagne jetzt auch unter den bisher Ungeimpften noch einmal an Schwung gewinnt, muss sich erst noch zeigen. Denn ein klassischer Totimpfstoff, auf den viele immer noch warten, ist auch Nuvaxovid nicht. Es handelt sich um ein im Labor produziertes Protein, auf das der Körper mit der Produktion von Antikörpern reagiert. Derzeit ist noch nicht klar, wie der neue Impfstoff bei den Ungeimpften ankommt. Auch nicht, wie sich die im Abschwung befindliche Omikron-Welle auf das generelle Impfverhalten auswirkt. In einigen Wochen dürfte es neue Erkenntnisse zu der Frage geben, wie gut gerüstet Deutschland in den dritten Corona-Sommer geht.

Bild: Pexels, Artem Podrez

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