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Fast sieben Monate Lockdown mussten die deutschen Fitnessstudios verschmerzen. Im Juni durften die Betreiber nun endlich wieder die Tore öffnen. Doch an welchem Trainingsstand befinden sich jetzt die Mitglieder? Haben sie während der Schließungsphase fleißig weiter trainiert oder haben sie sich unter Umständen in den letzten Monaten kaum körperlich betätigt? Lesen Sie hier, wie Sie als Studiobetreiber jetzt optimal auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder eingehen können und was Sie unbedingt beachten sollten, um ihren Mitgliedern ein sicheres sowie gesundes und nachhaltiges Training bieten zu können. 

1. Laden Sie ihre Mitglieder aktiv ein 

Die Rückkehr ins Fitnessstudio läuft teils zurückhaltend an. Um das zu ändern, gehen Sie am besten jetzt aktiv auf ihre Mitglieder zu und nutzen Sie verschiedene Kommunikationskanäle. Damit Sie möglichst alle Mitglieder erreichen, sollte die Kommunikation sowohl digital als auch analog erfolgen. Hierbei kann ein persönlicher Kontakt am Telefon besonders ein positives Gefühl hervorrufen und ihre Mitglieder dazu bewegen, wieder das Studio zu besuchen. Durch die direkte Ansprache entsteht idealerweise ein Gefühl der Wertschätzung und Verbundenheit, während eine direkte Terminierung eine empfundene Verpflichtung schafft.

2. Informieren Sie über Voraussetzungen für ein sicheres Fitnesstraining

Nutzen Sie Ihre Einladung dazu, ihre Mitglieder über die aktuell geltenden Voraussetzungen beim Training, sowie über Schutzmaßnahmen und Bestimmungen zu informieren. Dadurch können Sie Unsicherheiten und Ängste aus dem Weg räumen. Damit möglichst vielen diese Information auch öffentlich zugänglich ist, sollten Sie sie als Download auf ihrer Website oder als Aushang in ihrem Studio anbieten.  

3. Anamnese als Grundlage für einen optimalen Wiedereinstieg

Bieten Sie einen Termin für eine kostenlose Anamnese an, denn sie gibt Aufschluss darüber, in welchem Trainingszustand ihr Mitglied ist. Zudem kann Sie eine Grundlage für eine Trainingsanpassung oder einen neuen Trainingsplan sein. So können sie eine enge Betreuung unter Beweis stellen und ihren Mitgliedern neben einem qualitativen Mehrwert auch ein positives Gefühl vermitteln. 

4. Trainingsplan anpassen 

Vereinbaren Sie einen Termin für eine Trainingsanpassung oder für einen gänzlich neuen Trainingsplan an. Indem Sie eine sinnvolle Anpassung von Geräten, Übungen oder Gewichten vornehmen, heben Sie die persönliche individuelle Betreuung hervor und stärken das Engagement ihrer Mitglieder.

5. Persönliche Gespräche 

Erklären Sie, dass ein langsamer moderater Trainingseinstieg langfristig gesünder ist und dass die Trainingszeit langsam gesteigert werden sollte. Nutzen Sie den Austausch mit ihren Mitgliedern, auf der Trainingsfläche oder an der Theke, um mehr über ihre aktuellen Bedürfnisse und Interessen zu erfahren und so das Angebot gegebenenfalls auszuweiten.

6. Kursplan – Mit Kursen schonend zurück ins Training

Erweitern Sie ihren Kursplan für verschiedene Zielgruppen. Bieten Sie etwa klassische Mischkurse, speziell für 40+ oder 60+ an. Auf diese Weise können verschiedene Altersgruppen individuell bedient werden, Teilnehmer fühlen sich gut aufgehoben und ein sanfter Einstieg ins Training kann gewährleistet werden. Gerade jetzt kann es sinnvoll sein, sich als Gesundheitsanbieter zu positionieren. Indem Sie Ihre Mitarbeiter weiterbilden, z.B. zum Präventions-Coach DFAV e.V., öffnen Sie Türen für neue Zielgruppen und bieten darüber hinaus den Teilnehmern die Möglichkeit, sich die Kursgebühren zum Großteil erstatten zu lassen.

7. Mitarbeiter-Motivation 

Sorgen Sie für motivierte Mitarbeiter. Nehmen Sie Bedürfnisse wahr, vielleicht sehnt sich ein Mitarbeiter nach neuen Aufgaben. Vermitteln Sie ein Teamgefühl, indem Sie eine gemeinsame Aktion oder Abendessen planen. Ihre Mitglieder sind nur zufrieden, wenn Ihre Mitarbeiter es sind. Wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren können, haben wie für Sie in einem separaten Artikel festgehalten.

Bild: iStock ID: 1132006407