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Am 27. & 28.08.2021 fand das erste Netzwerktreffen der WIFA (Women in Fitness Association) in Deutschland statt. Über die Organisation, die Ansprechpartnerin für Deutschland und das Event haben wir im Vorfeld bereits berichtet.
Der Auftakt der WIFA Veranstaltung war ein Classx-Kursformat, das exklusiv mit den ca. 25 Teilnehmerinnen aus der Fitnessbranche, im Rahmen der Veranstaltung getestet wurde. Zu den Teilnehmerinnen zählten z.B. Mitarbeiterinnen von Classx, der FIBO, Les Mills etc.
Man könnte also salopp sagen, der erste Tag drehte sich um Frauenfitness. – Doch darauf sollte man das Event keineswegs reduzieren.

Der Hahn im Korb

Am zweiten Tag stieß ich als Vertreter des FNG-Magazins sowie des DFAV e.V. dazu. Pünktlich um 11 Uhr öffneten sich die Türen zum Gymlab, das direkt gegenüber der Sport Alliance liegt. Maike Kumstel, die Organisatorin und Brand Ambassador der WIFA, hieß alle Ankömmlinge herzlich willkommen und lud zu einem Umtrunk mit Sekt oder alternativen Getränken ein. Namensschilder & Goodie-Bags weckten die Neugier, sodass die ersten lockeren Kennenlerngespräche bereits beginnen konnten.
Nach einer Willkommensrede von Maike Kumstel, über die WIFA, ihre persönliche Entwicklung und den Gedanken hinter solchen Treffen und Programmen der Organisation, ging es auch schon los. Auf dem Programm standen 2 interaktive Workshops, ein leckerer Brunch dazwischen sowie ausgiebiges Netzwerken im Anschluss.

Charmian Tardieu alias „The Joy Coach“ startete mit Ihrem Workshop.
Kerngedanke Ihrer Arbeit ist, dass vielen Frauen die Freude bzw. die Leichtigkeit auf dem Karriere-Weg nach oben verloren geht. – Sie vermittelt, dass man trotz Karriere weiterhin Freude an dem haben kann, was man tut. Es geht um die Balance, neue Wege und Gewohnheiten aber auch einen Perspektivenwechsel mit Blick aus sich selbst und ganz wichtig: Integrität.

Das Ziel: Mehr Selbstbewusstsein, mehr Mut und die Antwort auf die Frage: Warum stehst Du auf?

Training schafft Freude – Herausforderungen ohne Training schaffen hingegen Stress

Wer die Skills trainiert, die benötigt werden, um gewisse Situationen oder Aufgaben zu meistern, der hat es am Ende leichter, wenn es darauf wirklich darauf ankommt.
Das ist vergleichbar mit dem Fitnesstraining. Wir trainieren immer und immer wieder die Bewegungen und Belastungen, mit idealerweise steigender Schwierigkeit. Nur so wird unser Körper und Geist leistungsfähiger. Gehen wir eine Belastung oder berufliche Herausforderung ohne vorheriges Training an, schaffen wir uns selbst unnötig viel Stress.
– Das gilt übrigens für jeden, nicht nur für Frauen.

Charmian stellte Ihre „Foundation of Joy“ vor, mit der man sich selbst bzw. den eigenen Tag überprüfen kann.

MMMS
Movement – Hast Du Dich heute schon ausreichend bewegt?
Munchis – Hast Du heute schon „Brain-food“ gegessen?
Meditation – Hast Du Dir heute schon ein paar Minuten Zeit genommen, dich zu erden?
Sleep – Bekommst Du ausreichend Schlaf? – Ohne Schlaf, keine Erholung.

„Ich atme ein, ich lasse los“

Meditation: Beim Einatmen den ersten Teil still in sich hinein sprechen und beim Ausatmen den 2. Teil. Hilft, sich nicht in Gedanken zu verlieren.

Es folgte ein interaktiver Austausch und Paar-Übungen zu Dankbarkeit und Zielen, ehe es zum Brunch überging.

Über Gorillas und offenes Haar

Der zweite Workshop hielt den Teilnehmerinnen den Spiegel vor.
Kirsten Dehmer, die meist wie folgt angekündigt wird: „Achtung, Du glaubst nicht, dass die das ist, aber die kann das wirklich gut“, ist erfolgreich im Coaching zu Themen, wie Knigge und Körpersprache unterwegs. Eine nicht sehr groß gewachsen, zierliche Person, mit

Vergangenheit aus der Punkszene, die jedoch weiß, worauf es ankommt und aus dem Effeff wüsste, wie viele Schritte sie hinter der Kanzlerin laufen müsste, wenn es zu einem gemeinsamen Dinner ginge.
Sie arbeitete bereits länger mit bekannten Persönlichkeiten wie Jogi Löw, Jackie Chan, Jennifer Lopez und kennt die meisten Führungsetagen der Fitnessbranche.


„Ohne Bewegung, keine Wahrnehmung. Wer sich also nicht bewegt, wird auch nicht wahrgenommen.“

Kirsten Dehmer

Auch ihr Workshop war interaktiv und zeigte deutlich, dass es keine Wahrnehmung ohne Wertung gibt. Die drei Kernbegriffe des Workshops waren: Möglichkeiten – Erwartung – Wirkung Es folgten anschaulich und äußerst humorvoll beschriebene Szenarien, anhand derer erklärt wurde, wie man durch gewisse Verhaltensweisen oder Körperhaltungen wirkt. Es fielen Beispiele zum Tragen von offenem Haar, dem Gorilla-Gang mancher Männer oder dem lauten Gang, der für eine erhöhte Wahrnehmung.

Fazit:

Das erste WIFA Netzwerktreffen war ein Erfolg. Klar, 25 Teilnehmer ist keine Großveranstaltung, aber die WIFA steht in der deutschen Fitnessbranche auch noch am Anfang. Zudem sorgte gerade der kleinere Rahmen dafür, dass sich intensiver ausgetauscht wurde und man sich nicht in der Anonymität verlor.
Ich bin überzeugt, dass wir künftig noch mehr von der WIFA hören und lesen werden, das erste Feedback der Teilnehmerinnen war ebenfalls durchweg positiv.

Bilder: FIBO, FNG

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