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Eine der fünf Grundlagen des Fitnesstrainings ist, neben Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Schnelligkeit, das Training für Gleichgewicht und Koordination. Nicht erst im Alter bringt Balancetraining den Vorteil langfristiger Stabilität und Vorbeugung von Stürzen mit sich. Wer seine Schwächen kennt und rechtzeitig mit dem Balancetraining beginnt, stellt entscheidende Weichen für ein sicheres Körpergefühl.

Balancetraining: Stabilität durch Gleichgewicht und Koordination


Ob Läufer, Schwimmer, Radfahrer, Kraftsportler oder Yogi – alle benötigen sie – eine gut trainierte Stabilität. Durch Balancetraining werden Gleichgewicht und Koordination geschult, wodurch Haltung und Körpergefühl verbessert werden. Aber was genau ist Balancetraining? Zum Balancetraining gehören alle Übungen, die den Körper in eine instabile Lage bringen. Das kann zum einen durch Übungen mit unterschiedlicher Gewichtsverteilung oder auf einem Bein geübt werden. Zum anderen können Übungen mit instabilen Untergründen, wie Balance Boards, Koordinationsmatten, Gymnastikbällen oder an speziellen Großgeräten ausgeführt werden. Gesunde Gelenksstellungen vorausgesetzt, sind den Übungsvariationen keine Grenzen gesetzt. Auf diese Weise geht das Balancetraining nicht nur buchstäblich in die Tiefe, sondern macht auch noch Spaß.

Balancetraining für langfristige Stabilität in jedem Alter


Die Kinder von heute spielen längst nicht mehr so viel draußen, wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Die Kinder von heute spielen längst nicht mehr so viel draußen, wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Damals war es normal auf Bäume zu klettern, überall zu balancieren und körperliche Grenzen auszutesten. Heute sitzen Kinder schon früh vor dem Fernseher und bewegen sich nicht weit weg vom Haus. Dieser erhebliche Bewegungsmangel ist in der heutigen Gesellschaft ganz normal.

Wir haben verlernt, reaktiv den Körper einzusetzen, so zum Beispiel beim Umknicken an einer Bordsteinkante. Häufig sind die Fußgelenke zu schwach, um eine solche Einwirkung auszugleichen und so ist eine Verletzung vorprogrammiert. Das kann sich schon ab dem 40.Lebensjahr bemerkbar machen. Im fortgeschrittenen Alter kommt eine verlangsamte Reaktionsgeschwindigkeit hinzu, was nicht selten zu schweren Stürzen führt. So waren im Jahr 2019 rund 86% aller tödlichen, häuslichen Unfälle, Stürze von über 75-Jährigen – Das entspricht 9227 Fällen, wie eine Auswertung der DSH belegt. Eine Zahl, die dazu veranlasst, dem Thema Balancetraining, besonders für über 60-jährige Studio-Mitglieder, einen entscheidenden Stellenwert zuzusprechen.

Aufklärung durch Anamnese im Fitness-Studio


Wie 2018 bereits beim FIBO Anamnese-Parcours klar wurde, ist die Anamnese in Fitness- und Gesundheitsstudios sowie in Physiotherapeutischen Einrichtungen, unerlässlich. Sie sollte bei Vertragsabschluss mit einem neuen Mitglied, sowie in regelmäßigen Abständen zur Überprüfung des Trainingsfortschritts, durchgeführt werden. So sollten Trainingspläne des Trainierenden angepasst und optimiert werden. Die Feststellung von sensomotorischen Fähigkeiten sollte dabei immer Teil der Anamnese sein. Beim FIBO Anamnese-Parcours 2018 war das bereits etablierte analoge Balancebrett von Kübler Sport, sowie das digitale HUR SmartBalance Test- und Trainingsgerät, Teil der Balance-Anamnese. Geräte, womit teilweise einfache Romberg-Standard-Tests durchgeführt werden können. Dazu gehören Tests auf beiden und auf einem Bein sowie mit offenen und geschlossenen Augen. Die Ergebnisse geben Aufschluss über ein mögliches Sturzrisiko und welche Übungen dagegen eingesetzt werden können.

Analyse- und Trainingstools für die Anamnese im Studio

Für die Analyse gibt es eine Vielzahl analoger und digitaler Auswertungsgeräte. Analog ist die Überprüfung der Balance schon über einfache Bewegungstests möglich, wofür nicht unbedingt ein Gerät notwendig ist. Studios, die ein Gerät einbinden möchten, können zunächst auf kostengünstige Alternativen, wie Balancebretter, zum Beispiel das superleichte Pedalo® Trimm-Top 380 oder Balance Pads von Sport-Thieme, zurückgreifen. Damit werden bereits wertvolle Erkenntnisse über den Trainingszustand und mögliche Sturzgefahr gewonnen. Ein wesentlicher Vorteil dieser Kleingeräte ist: Sie können überall hin mitgenommen werden. Therapeuten und mobile Personal Trainer bleiben so flexibel und können das Balancetraining überall durchführen.

Allerdings sind die Ergebnisse in der Genauigkeit und im Fortschritt schwer messbar. Ein digitales Analysegerät verschafft mehr Klarheit. So zum Beispiel die HUR SmartBalance Test- und Trainingsgerät. Verschiedene Testungen geben aussagekräftige Ergebnisse über das Sturzrisiko und welche Umstände dies erhöhen. Auf diese Weise ist ein optimal angepasster Trainingsplan möglich, um Defizite konkret auszugleichen. Darüber hinaus ist ein eigenständiges Balancetraining am Gerät möglich. Durch motivierende Spiele am interaktiven Bildschirm werden Gleichgewicht, Koordination und Reaktionsfähigkeit gezielt trainiert und auch ohne konkrete Defizite geschult.

Ein vergleichbares Gerät ist das TecnoBody ProKin 252 von Proxomed, auf dem mit 50 verschiedenen Stabilitätslevels trainiert werden kann. Die bis zu 15° neigbare Standfläche macht neben dem Gleichgewichts- und Koordinationstraining auch ein gezieltes Beckenbodentraining möglich.

Durch Vergleichsanamnesen in regelmäßigen Abständen ist ein genauer Trainingsfortschritt nachvollziehbar. Dadurch steigt die Effizienz der Trainingspläne enorm.

Neue Wege für Fitness-Studios


Digitale Analysetools finden überwiegend in therapeutischen Einrichtungen und Kliniken Verwendung. Gerade in heutigen Zeiten kann jedoch ein solches Gerät das Angebot eines Fitness-Studios enorm aufwerten. Betreiber, die beispielsweise ein Programm zur Sturzprävention anbieten, können damit ihre Zielgruppe erweitern und sich klar im Bereich Gesundheitstraining positionieren.

Der Sensopro ist ein multifunktionales Trainingsgerät, welches schon durch seine Optik besticht. Sowohl therapeutisch nach Verletzungen, sowie fitness- und sportartspezifisch wird das Gerät eingesetzt. Über Trainingsvideos kann auf einem integrierten Bildschirm auf unterschiedlichen Levels trainiert werden. Federnde Standflächen und Widerstands-Tubes maximieren die Muskelaktivität und Herausforderung. Auf diesem Gerät sind dem Balancetraining keine Grenzen gesetzt.

Einbindung in das regelmäßige Training


Balancetraining sollte immer ein Bestandteil des regelmäßigen Trainings sein. Für das Tiefentraining braucht es spezifisch ausgewählte Übungen, um durch Balancetraining langfristig Stabilität im Körper halten. Zur Vorbeugung unangenehmer Verletzungen und Stürze im Alltag ist ein kontinuierliches sensomotorisches Training notwendig. Wer also in jungen Jahren bereits beginnt, Balancetraining regelmäßig in den Trainingsalltag mit einzubeziehen, fördert nachhaltig die Stabilität für den ganzen Körper. Doch auch im fortgeschrittenen Alter ist eine Verbesserung der sensomotorischen Fähigkeit jederzeit möglich. Dabei sollte jedoch professionelle Unterstützung durch ein Fitness- oder Gesundheitsstudio hinzugezogen werden, um das Training so effektiv, wie möglich, zu gestalten.

Fitness-Studios sollten sich überlegen, welche Geräte sinnvoll sind, um das Balancetraining in die Trainingspläne mit einzubinden. Je nach Investition ist die Marketingstrategie dahinter eine entscheidende Stellschraube, um das Balancetraining langfristig im Studio zu etablieren.

Quellen:

Erstmals mehr als 12.000 Tote durch Haushaltsunfälle – DSH: „Stürze sind ein tödliches Risiko für ältere Menschen“ | DSH – Das sichere Haus (das-sichere-haus.de)

Kübler Sport® Balancebrett mit Rolle (kuebler-sport.de)

HUR Fitnessgeräte für Physiotherapie, Reha-Klinik, Seniorenresidezen (hur-deutschland.de)

Pedalo® Trimm-Top 380 | Balance & Koordination | Freizeit | Pedalo

Sport-Thieme Balance Pad „Vinyl“ kaufen – Sport-Thieme

TecnoBody ProKin entdecken (proxomed.com)

Bild:: iStock ID:1277302550