Gesundheitsfolgen hochverarbeiteter Lebensmittel im Fokus der 17. Diabetes Herbsttagung

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) werden auf ihrer 17. Diabetes Herbsttagung in Kooperation einen wichtigen Aspekt beleuchten: die Gesundheitsfolgen hochverarbeiteter Lebensmittel in Bezug auf Typ-2-Diabetes. Die Konferenz, die am 14. November stattfindet, verspricht eine spannende Diskussion über die Auswirkungen von Fertigsnacks und Convenience-Produkten auf den Stoffwechsel.

Große Mengen Zucker, Fett, Salz und schnell verfügbarer Kohlenhydrate

Typ-2-Diabetes ist eng mit Ernährungsgewohnheiten verknüpft, und eine zu reichhaltige und unausgewogene Ernährung zählt zu den Hauptursachen dieser Stoffwechselkrankheit. Besonders hochverarbeitete Lebensmittel, die oft einen übermäßigen Anteil an Zucker, Fett und Salz aufweisen, stehen im Fokus dieser Debatte. Experten weisen darauf hin, dass der Konsum solcher Produkte stark eingeschränkt werden sollte.
Professor Dr. oec. troph. Dr. med. Anja Bosy-Westphal, Prodekanin an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Tagungspräsidentin der DGEM, betont, dass in Deutschland mittlerweile rund die Hälfte der Kalorien aus hochverarbeiteten Lebensmitteln stammt. Dieser Trend hat traditionelle Ernährungsgewohnheiten verändert, und es wird oft unregelmäßig und bis spät in die Abendstunden hinein gegessen.
Die Zusammensetzung dieser schnellen Speisen ist problematisch, da sie häufig große Mengen Zucker, Fett, Salz und schnell verfügbare Kohlenhydrate enthalten. Diese Inhaltsstoffe sprechen das Belohnungssystem im Gehirn an und verstärken die Vorliebe für süße und fettreiche Nahrung. Hinzu kommt, dass hochverarbeitete Lebensmittel eine hohe Energiedichte aufweisen, was bedeutet, dass sie sehr kalorienreich sind und leicht zu einer übermäßigen Kalorienaufnahme führen können.
Die Folgen dieses Trends sind alarmierend: Über 50 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden unter Übergewicht, und jeder fünfte Erwachsene hat Adipositas. Diese Entwicklungen werden durch den regelmäßigen Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln begünstigt und können zu Stoffwechselstörungen, Insulinresistenz und chronischen Entzündungen führen.
Die DDG und die DGEM rufen zu einem verstärkten gesellschaftlichen Diskurs über Ernährung auf, der nicht nur auf Aufklärung, sondern auch auf Verhältnisprävention abzielt. Dabei geht es darum, die Rahmenbedingungen zu verändern, die das Konsumverhalten beeinflussen. Dies könnte unter anderem durch eine verbraucherfreundliche Lebensmittel-Kennzeichnung, Werbebeschränkungen für ungesunde Produkte und eine höhere Besteuerung von zuckerhaltigen Softdrinks erreicht werden.

Quelle: DDG

Fibo

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