Walking & Cycling auf Rezept – England startet Pilot-Projekt

Hierzulande ist das „Rezept auf Bewegung“ noch eine schöne Idee, der am beim in Berlin Leben eingehaucht werden soll. In England ist man jetzt schon einen Schritt weiter. Im Rahmen eines Pilotprojekts werden dort mehr als 12 Millionen Pfund vom Verkehrsministerium bereitgestellt, um den Weg für Verordnungen zum Gehen und Radfahren zu bereiten.

Das Projekt startet zunächst in 11 Kommunen

Ziel ist es, die körperliche und geistige Verfassung der Menschen durch stärkere Anreize zur Bewegung im Alltag positiv zu beeinflussen und parallel dazu auch etwas für die Umwelt zu tun und die Luftqualität zu verbessern. Das Projekt startet zunächst in 11 Kommunen und läuft zwischen 2022 und 2025.
Um Anreize zu setzen, möglichst viele Menschen zum Umsteigen aufs Rad zu bewegen oder Spaziergänge attraktiver zu machen, soll auch die entsprechende Infrastruktur ausgebaut werden. Dazu soll das kostenlose Ausleihen von Rädern ermöglicht oder Unterstützung beim Aufbau von Rad- oder Wandergruppen gegeben werden. Um dem hohen Anteil an Menschen gerecht zu werden, die nicht Radfahren können, sollen auch Radfahrtrainings und entsprechende Schnuppertage angeboten werden. Die Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, im Alltag das Auto öfter mal stehen lassen zu können und davon auch noch zu profitieren.

Möglichst aussagekräftige Ergebnisse

Eines steht jedenfalls fest, der große Gewinner wird neben der Natur am Ende auch die Gesundheit sein. Immerhin ist der Organismus daran gewöhnt, sich durch Muskelkraft fortzubewegen, seit es Menschen gibt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen, wie die Angebote angenommen werden und welche gesundheitlichen Vorteile daraus ergeben, werden die Pilotprojekte, die u.a, in Leeds und Nottingham durchgeführt werden regelmäßig überwacht und die erfassten Daten ausgewertet.
Im zuständigen Ministerium sieht man die Vorteile einer Verlagerung der Fortbewegung vom Auto aufs Rad auf unterschiedlichen Ebenen. Neben den gesundheitlichen Effekten für den Einzelnen, könnte sich auch das Verkehrsaufkommen spürbar entspannen und es dadurch letztlich auch zu einer Verbesserung der Luftqualität in den Beteiligten Gemeinden kommen.


Bild: FNG

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