Innovatives Versorgungsprogramm für Osteoporose-Patienten

Sachsen-Anhalt nimmt die Gesundheitsversorgung von Osteoporose-Patienten mit einem neuen Versorgungsprogramm in Angriff. Das kürzlich gestartete Programm zielt darauf ab, die Betreuung der rund 125.000 Betroffenen im Land zu verbessern, den Fortschritt der Krankheit zu verlangsamen und die Lebensqualität zu steigern. Die Krankenkassen AOK Sachsen-Anhalt und IKK gesund plus, zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt, sind die treibenden Kräfte hinter dieser Initiative.

Strukturierte und koordinierte Behandlung wird möglich

Osteoporose, eine Skeletterkrankung, die die Knochen schwächt und bruchanfälliger macht, stellt eine beträchtliche Belastung für die Gesundheitssysteme dar. Im fortgeschrittenen Stadium können die Patienten unter chronischen Schmerzen, Kurzatmigkeit, Schlafstörungen und eingeschränkter Mobilität leiden. Besonders in Sachsen-Anhalt ist der Bedarf an verbesserten Versorgungsstrukturen hoch, da hier nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Anteil von 5,7 Prozent die meisten Menschen an dieser Krankheit leiden.
Das neue Disease Management Programm (DMP) für Osteoporose stellt eine Premiere in der koordinierten Versorgung dar. Die Herausforderung der Osteoporose-Versorgung liegt in der Vielzahl an Symptomen, die eine integrierte Betreuung durch verschiedene medizinische Fachrichtungen, einschließlich Hausärzten, Orthopäden und Unfallchirurgen, erfordern. Mit dem neuen DMP wird nun eine strukturierte, koordinierte Behandlung ermöglicht, bei der der Hausarzt eine zentrale Rolle spielt. Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen können Begleiterkrankungen und Verschlechterungen frühzeitig erkannt und behandelt oder an spezialisierte Experten überwiesen werden.
Die Betroffenen profitieren auch von Patientenschulungen und regelmäßigen Informationen von den Krankenkassen, um ein besseres Verständnis ihrer Erkrankung zu erlangen und ihre Lebensqualität und Mobilität zu verbessern. Bereits über 160 Hausärzte und 30 Orthopäden haben sich an dem Programm beteiligt, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.
Die Betreiber des Programms, die AOK Sachsen-Anhalt und die IKK gesund plus, die gemeinsam über 1,2 Millionen Versicherte im Land repräsentieren, hoffen, dass viele Erkrankte von dieser Initiative profitieren werden. Sie setzen sich dafür ein, dass alle Betroffenen sich bei ihrem Hausarzt über eine Teilnahmemöglichkeit informieren.
Mit dem neuen DMP Osteoporose setzt Sachsen-Anhalt einmal mehr innovative Schritte in der Gesundheitsversorgung, nachdem bereits DMP-Programme für Diabetes, Brustkrebs, COPD, Asthma und koronare Herzkrankheiten erfolgreich implementiert wurden.

Quelle: AOK

Fibo

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