Mit rund 175.000 Besuchern aus nahezu 140 Ländern und mehr als 1.000 Ausstellern aus 54 Nationen bestätigte die FIBO 2026 einmal mehr ihre Rolle als globale Leitmesse. Doch die entscheidenden Impulse kamen gleich zu Beginn bei der Pressekonferenz in der Confex Hall.
Hochkarätig besetzte Pressekonferenz
Dort wurde klar formuliert, wohin sich die Branche entwickelt. Longevity ist das dominierende Thema. Gemeint ist damit nicht einfach ein längeres Leben, sondern die Fähigkeit, möglichst viele Jahre gesund, aktiv und mental stabil zu bleiben. Sport spielt dabei eine Schlüsselrolle. Nicht nur als Mittel zur körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern zunehmend auch als wirksamer Faktor für die psychische Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe.
Moderiert wurde die Runde von FIBO-Pressesprecherin Leonie Ophey, die die unterschiedlichen Perspektiven zusammenführte. Auf dem Podium saß unter anderem Prof. Dr. Thomas Wessinghage, der als Mediziner und Branchenvertreter die Brücke zwischen Gesundheitswissenschaft und Fitnessindustrie schlägt und die strukturelle Bedeutung der Branche einordnete.
Mit Ralf Moeller war ein prominentes Beispiel für gelebte Longevity vertreten. Er zeigt mit 68 Jahren anschaulich, dass konsequentes Training und angepasste Ernährung auch im höheren Alter zu hoher Leistungsfähigkeit führen können und macht das Thema damit greifbar.
Aktiv und selbstbestimmt
Denise Schindler brachte eine weitere entscheidende Perspektive ein. Als Paralympics Champion steht sie für Inklusion im Leistungssport und machte deutlich, dass Zugang zu Bewegung für Menschen mit Handicap keine Sonderlösung, sondern Selbstverständlichkeit sein muss.
Ergänzt wurde die Runde durch FIBO Event Director Silke Frank, die die strategische Entwicklung der Messe und der Branche im Blick hatte sowie durch Douglas Gremmen, als Vertreter der weltweit boomenden Sportart HYROX, die für neue wettkampforientierte Trainingsformate steht und zeigt, wie sich Fitness zunehmend erlebnisorientiert und gemeinschaftlich weiterentwickelt.
Inhaltlich wurde neben Longevity ein zweites Thema stark betont, die sogenannte Loneliness. Fitnessstudios haben auch eine Rolle als soziale Treffpunkte, die Gemeinschaft schaffen und Einsamkeit entgegenwirken. Damit wächst ihre gesellschaftliche Bedeutung weit über das reine Trainingsangebot hinaus.
Ein zentraler Punkt der Diskussion war zudem die Frage nach Zugänglichkeit. Die Branche steht vor der Aufgabe, barrierefreie Angebote zu schaffen und gleichzeitig ein gesellschaftliches Verständnis zu fördern, in dem Bewegung für alle selbstverständlich ist. Gerade hier wurde deutlich. Wachstum allein reicht nicht, es geht auch um Verantwortung.
Foto: Leonie Ophey, Douglas Gremmen, Ralf Moeller, Denise Schindler, Silke Frank und Prof. Dr. Thomas Wessinghage.




